Romolo ed Ersilia

Premiere am 26.08.2011 Innsbrucker Festwochen der Alten Musik


Besetzung

Libretto: Pietro Metastasio

Dirigent: Attilio Cremonesi

Regie/Ausstattung: Aniara Amos

Orchester: Café Zimmermann

Fotos: Rupert Larl

Mit:

Romolo: Marina de Liso

Ersilia: Eleonora Buratto

Valeria: Robin Johannsen

Curzio: Johannes Chum

Ostilio: Netta Or

Acronte: Paola Gardina


Reviews

„246 Jahre nach der Uraufführung stand das Werk auf dem Spielplan der Innsbrucker Festwochen Alter Musik 2011. Die chilenische Regisseurin, Choreographin, Bühnen- und Kostümbildnerin Aniara Amos sorgte in all diesen Funktionen für einen heutigen Blick auf die Geschichte, Attilio Cremonesi suchte Hasses raffinierte Eleganz – die heute auch anders als vor einem Vierteljahrtausend gehört wird – lebendig aufzubrechen… Aniara Amos stellte teils transparente, teils begehbare Quader und Würfel als römisches Kapitol auf die Bühne und schenkte Romolo zuletzt als Palast eine hochrote Säule aus Bändern. Rot war auch das Endlosband, mit dem Romolo und Ersilia in ihrem vielgestaltigen Duett, das von emotionalen Zögerpausen bis zu beider Stimmfindung dauert, Räume und Zwischenräume, Gefühle und Zweifel, Nachdrücklichkeit und Ängste umschlangen. Amos durchleuchtet das Stück und ist in ihren Bildern nie unverbindlich. Ein bejubelter Abend im Tiroler Landestheater.“ (Tiroler Zeitung)

„Gestik und Bewegung sind auch generell wichtig in der Regiekonzeption. Die lange Jahre als Tänzerin tätige Aniara Amos hat bewusst pointierende Gesten gesucht und gefunden, die dem gesamten Bühnengeschehen eine belebende Dynamik verleihen, auch und gerade außerhalb der unterhaltsamen Arien in den Rezitativen. Diese sind wahrlich, vor allem am Anfang, nicht kurz zu nennen. Innsbruck hat sich entschieden nichts zu kürzen und dank Frau Amos langweilt sich im Saal niemand, wenn die Ursachen der Konflikte und die Auseinandersetzungen der Protagonisten in extenso referiert werden.“ (Opernnetz)