Anfang und Ende – B.A.C.H.61

Premiere am 26. Januar 2019 Opernhaus Kassel

Szenischer Musiktheaterabend mit Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach.
Die Inszenierung folgt einer dramaturgischen Bewegung vom Dunkel ins Licht und verhandelt existenzielle Fragen von Leben, Tod, Gewalt, Hoffnung und Liebe – als kollektive und individuelle Erfahrung.

Musikalische Grundlage sind sechs Kantaten von Johann Sebastian Bach:
BWV 52 – Falsche Welt, dir trau ich nicht
BWV 27 – Wer weiß, wie nahe mir mein Ende
BWV 26 – Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
BWV 146 – Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen
BWV 187 – Es wartet alles auf dich
BWV 172 – Erschallet, ihr Lieder

Die Kantaten werden zu einer durchkomponierten szenischen Form verbunden – als körperlich erfahrbarer Raum, in dem sich musikalische Struktur, Bewegung und Bild zu einer dichten, zeitgenössischen Lesart von Bach verdichten. Die Inszenierung arbeitet nicht illustrativ, sondern entwickelt ihre Bildwelt aus der Musik heraus und übersetzt diese in eine präzise, körperliche Theatersprache.



Besetzung

Inszenierung, Choreografie, Bühne: Aniara Amos

Musikalische Leitung, Orgel & Cembalo: Jörg Halubek

Kostüme: Sarah Julia Rolke

Video: Thomas Zipf

Foto: Thomas Zipf

Dramaturgie: Ursula Benzing

Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit:

Elizabeth Bailey (Sopran)

Karola Sophia Schmid (Sopran)

Marta Herman (Alt/Mezzosopran)

Younggi Moses Do (Tenor)

Daniel Holzhauser (Bass)

Dhimas Aryo Satwiko (Tanz)

Staatsorchester Kassel

Opernchor des Staatstheaters Kassel



Reviews

Die Deutsche Bühne schreibt über die Produktion:

„Die Aufführung zeigt Bach in ungewohnter Perspektive: nicht als sakral entrückte Musik, sondern als Material für ein intensives, körperlich geprägtes Musiktheater. Aniara Amos findet dafür starke, teils verstörende Bilder, die sich dem bloßen Dekorativen entziehen und stattdessen auf unmittelbare Wirkung zielen.“ (Die Deutsche Bühne)

„Auch in der überregionalen Kritik wird die Konsequenz der szenischen Umsetzung hervorgehoben:

„Der Abend überzeugt durch seine dichte Verbindung von Musik, Raum und Bewegung. Chor und Solisten sind nicht nur musikalische Träger, sondern integraler Bestandteil einer durchkomponierten Gesamtbewegung, die den Kantaten eine neue, eindringliche Gegenwärtigkeit verleiht.“ (ioco Kultur im Netz)